Auslandsgesellschaft Deutschland




     

Heimat 132
Projekt der AgD mit dem Fotografen Peyman Azhari
+ den 132 in der Nordstadt lebenden Nationalitäten
und Kulturen

Heimat – das ist nicht nur ein Ort. Das ist viel mehr. Es ist vor allem eins: Ein Gefühl der Sehnsucht. Vor allem dann, wenn man sie nicht mehr hat.

In der Dortmunder Nordstadt leben 132 Nationaltäten und Kulturen. Soweit die offizielle Statistik. Was aber bedeutet das Thema Heimat für die, die in der Nordstadt leben? Der Fotograf Peyman Azhari hat sich auf die Suche nach den Menschen gemacht. Er portraitiert sie in ihren gewohnten Umgebungen. Entweder zuhause, bei der Arbeit, bei Familienfeiern oder kulturellen Ereignissen.

Die Auslandsgesellschaft Deutschland e.V. (AgD) und der Obmann der Nordstadt unterstützen ihn dabei.

Allen Fotografierten gemein ist, dass sie reflektieren über das, was ihnen Heimat bedeutet und was sie aus ihrer Ursprungsheimat gerne mit hierher genommen hätten. Noch bis September 2014 werden Menschen fotografisch begleitet.

Interessant ist, dass es manchmal in anderen Sprachen den Begriff Heimat, so wie wir ihn kennen, gar nicht gibt. So zum Beispiel im Italienischen. Irene G (31) freut sich aber darüber, „dass die Deutschen dafür ein eigenes Wort haben.“

Die Nordstadt hat sie lieben gelernt. „Erst seit ich hier bin, habe ich mich selbst verwirklichen können. Im Grunde habe ich einen wichtigen Teil meines Lebens hier verbracht. Deshalb ist die Nordstadt meine zweite Heimat.“

Heimat ist für Jufeng der Ort, an dem sein Geist geboren wurde: im Himmel. »Ich bin hier, weil ich im Himmel egoistisch war und mein Geist unrein. Sobald ich im Reinen bin, darf ich wieder zurück in die Heimat«, erzählt mir Jufeng (40). Zur Welt kam Jufeng in Dalian, einer mehr als sechs Millionen Menschen großen Hafenstadt in der Provinz Liaoning, China. Heimat bedeutet auf Chinesisch »Gùxiāng« (Heimatstadt). »Als ich mich entschloss, in Deutschland zu bleiben, fragte ich mich, wie es weitergeht. Ich wusste, dass ich schnell die deutsche Sprache und die Kultur lernen musste.« Jetzt arbeitet Jufeng bei einem internationalen Unternehmen als Elektroingenieur. Hier in Dortmund fühlt er sich sicher. Die Verfolgung, wegen seiner Meditationsübungen, hat aufgehört. Jufeng lebt jetzt mit seiner Familie in Freiheit. Seine Freunde aber, leiden immer noch im Arbeitslager. Der Kampf für ihre Freiheit ist auch seiner – Jufeng wird nicht aufhören für seine Freunde zu kämpfen.

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